Das politische System von Ibon Ankuk:

Das Königreich ist in zahlreiche Herzogtümer aufgeteilt. Jedes wird von einer Herzogin oder einem Herzog regiert. Auf dem Boden des Herzogtums kann jeder Herzog selber Steuern und Wegzölle eintreiben, ein Heer unterhalten, Strassen, Bewässerungsanlagen, Befestigungen und andere öffentliche Gebäude und Anlagen bauen lassen. Auch darf er in einem bestimmten Rahmen Gesetze erlassen, die nur für sein Herzogtum gelten. Alle Herzoge sind dem König als Vasallen zu Treue verpflichtet. Der König erlässt seinerseits Gesetze, an die sich alle Herzogtümer zu halten haben. Der König wählt alle vier Jahre zur Sommersonnenwende den Königlichen Rat: Aus den Herzogen wählt er acht in den Königlichen Rat. Solange ein Herzog im Königlichen Rat ist, hat trägt er den Titel Erzherzog. Die Erzherzoge beraten den König und übernehmen das Kommando über militärische Aktionen im Namen des Königs. Bei der Wahl der Erzherzoge achtet der König einerseits darauf, dass Menschen, Zwerge und Elben aus allen Himmelsrichtungen vertreten sind und andererseits – was viel wichtiger ist – ob die Herzoge ihr Herzogtum erfolgreich führen.
Gerade in diesem Jahr (Jahr 804 nach Amilkar) wird der König an der Sommersonnenwende seine Wahl treffen. Es wird heftig spekuliert, ob der bisherige Erzherzog von Ammerhau oder der aufstrebende Herzog von Mithfels gewählt werden wird.

Geografie:

Die Hauptstadt des Königreichs Ibon Ankuk heisst Kronburg. Sie ist der Sitz des Königs.
Das Herzogtum Ammerhau liegt im östlichen Teil von Ibon Ankuk. Südlich davon liegt das Herzogtum Dornwald. Südwestlich davon das Herzogtum Mithfels. Im Nordosten liegt das Herzogtum Randhorn. Westlich liegt das Herzogtum „Elbenwald“. Wer nach Kronburg reisen will, muss der Strasse nach Nordwesten folgen und dabei den Elbenwald durchqueren. Die Hauptstadt der Herzogtums von Ammerhau heisst Ammerfels

Die Karte von Ibon Ankuk:
Die Karte von Ibon Ankuk

Der letzte Orkkrieg in Randhorn:

Im letzten Jahr, im Jahre 803 nach Amilkar) wurde das Herzogtum Randhorn vom „Schwarzen Ritter“ überfallen. Randhorn war geschwächt von Unruhen und noch mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Von Osten her schickte er klammheimlich Orks und Räuberbanden in das Land und schnitt es vom Rest des Königreichs ab. Doch der König schöpfte Verdacht, weil ihn keine Nachrichten aus Randhorn mehr erreichten. Sofort entsandte er Erzherzog Rudolf von Ammerhau, damit er sich mit seinen Truppen der Sache annehme. In wenigen Wochen befreite dieser das Herzogtum. Über den Winter blieb er noch in Randhorn, um den jungen Sohn des Herzogs in sein Amt einzuführen. Seid wenigen Tagen ist der Erzherzog aber wieder zurück in Ammerhau.

Die Götter:

In Ibon Ankuk glauben die Menschen an eine Vielzahl von Göttern. Die Priester bringen den Göttern regelmässig Opfer, um sie Milde zu stimmen und unterweisen die Bürger in Religion. Die Bürger bringen dem Priester gelegentlich Spenden, damit er sie an die Götter opfere und für sie bete. Wenn einem die Götter gnädig sind, wird man vor Krankheiten verschont. Wenn eine Seuche ausbricht, sucht man oft im Tempel um Rat. 
(Tipp für ungewohnte Rollenspieler: Ein Opfer darzubringen kann effektiv regeltechnische Auswirkungen haben! Manchmal erscheint dir ein Gott – dargestellt von einem OK-Mitglied – und stellt dir eine Wissensfrage, um zu testen, ob du wirklich gläubig bist. Weißt du die Frage, so wirst du bestimmt belohnt!)
Ein paar Beispiele für Götter: der Totengott, die Göttin der Tiere, die Göttin der Feldfrüchte, der Kriegsgott, der Sonnengott, die Erdgöttin, der Gott des Gesteins, der Gott des Eisenerzes usw.
Die Leute in Ibon Ankuk – also auch du – sind recht gläubig und haben in der Regel wenig Versändnis für andere Religionen. (Für ein wenig religiösen Zwist mit den Leuten von Binowah dankt das OK.)

Binowah:

Weit im Süden liegt das Kaiserreich Binowah. Aus jenem fernen Reich kommen gelegentlich Händler nach Ibon Ankuk und bieten seltene, teure Waren an und wollen dafür Waffen und Werkzeuge aus Stahl kaufen. Die Bewohner von Binowah glauben an „den einen Gott“ und missachten die Götter. Deshalb gelten sie in Ibon Ankuk als Heiden. Man begegnet ihnen eher argwöhnisch. Wer etwas von ihnen kaufen will bleibt selbstverständlich freundlich.

Hexen:

Es ist völlig normal, dass beinahe in jeder Siedlung in Ibon Ankuk eine Hexe lebt. Diese Frauen kennen sich mit Heiltränken und Zauberkünsten aus. Wenn die Leute krank oder verletzt sind suchen sie oft bei der Dorfhexe Hilfe. Hin und wieder taucht aber auch eine böse Hexe auf. Es ist üblich solche mit Steinen zu bewerfen und aus dem Dorf zu jagen. (Beim Darstellen einer solchen Szene bitte nur Tannzapfen und keine echten Steine oder Holzstücke verwenden. – Danke.)

Königliche Boten:

Es gibt ein Boten-System in Ibon Ankuk. Gegen entsprechende Bezahlung bringt der Bote eure Nachricht beinahe überall hin. Wenn ihr Name und Wohnort einer Person kennt, könnt ihr dieser einen Brief schreiben. Der Bote bringt euch dann vielleicht einen Antwortbrief. 
Natürlich kann der Bote auch innerhalb des Dorfes Briefe überbringen.
Der Bote verkauft auch Pergament uns verleiht Schreibzeug. Er verfügt ausserdem über Siegellack.
(Briefe an Personen, die sich nicht in der Region um Rotstein aufhalten, werden vom OK in der Rolle der entsprechenden Person beantwortet, sofern der Brief ankommt, die Person existiert und noch lebt).

Sonnensystem:

Für die Leute in Ibon Ankuk ist völlig klar: Die Erde ist eine Scheibe. Die Sonne wird jeden Tag vom Sonnengott über die Erd-Scheibe getragen. Der Sonnengott trägt die Sonne hinter die Berge. Dort befindet sich der Eingang zu einem gewaltigen Tunnel. Während der Nacht rollt er die Sonne dann durch den Tunnel unter der Erde hindurch auf die andere Seite trägt sie am nächsten Tag erneut über die Erde. Deshalb wird es tief im Erdinnern immer heisser. Dies weiss man von den Zwergen, die bereits tiefe Stollen gegraben haben.

Amilkar der Grosse:

War der erste König von Ibon Ankuk. Man hat am Tag seiner Krönung mit der Zeitrechnung von Ibon Ankuk begonnen. Amilkar wurde an Wintersonnenwende des Jahres null gekrönt. Er regierte das Königreich bis zu seinem Tode im Jahre 63. An seinem Todestag war er 87 Jahre alt. Er wurde in der Familiengruft in den Katakomben unter dem Tempel der Göttin der Gerechtigkeit in Kronburg beigesetzt.